| 23. X. 1922
P.T. Fischer Verlag Berlin
Ich anerkenne gern die gerechten Ansprüche der [...] O. E. Hartlebens an der Herstellung der Pierrot-lunaire-Lieder
Lieber Herr Direktor,
bitte wollen Sie gefälligst beiliegenden Brief erledigen. Ich habe den Briefschreiber an Sie gewiesen, da das nicht meine, sondern Ihre Sache ist. Ich glaube, daß Frau Zehme seinerzeit die Ansprüche der Frau Statleben befriedigt hat. Ob sonst ein Abkommmen mit ihr (Statleben war längst [ilg.]) zustandegekommen ist, weiß ich nicht mehr. Ich habe dem Fischer geantwortet, daß ich für meine Person bereit bin, berufliche Ansprüche zu befriedigen. Das werden Sie wohl wahrscheinlich auch sein! Am besten wäre wohl, wenn man ihr eine Summe als Abfindung gäbe, denn ich kann mich nicht mit Abrechungen befassen. Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein, daß ja auch Herr Dr. Pappenheim aus den Tantiemen der "Erwartung" Ansprüche hat. Sie haben diese seinerzeit vorgemerkt[?].
Die Harmonielehre ist sehr schön. Ich bin zufrieden. Leider ist ein zerrissener Bogen mitgebunden worden, das wird Herr Greißle bei Ihnen eintauschen[?]
Herzl. Grüße Ihr
Arnold Schönberg
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