| Date from letter: | 1919.05.05 Filing Element: 1919.05.05 ID: 526 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B005264 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | Ihr Brief vom 2. V. ist keine Antwort auf meinen B | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Page order reversed on rl.3. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version translation, English | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Your letter of the 2.v. is no answer to mine of the 30.iv. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | [Mödling, 5.V.1919] P.T. Universal Edition Ihr Brief vom 2. V. ist keine Antwort auf meinen Brief vom 30. IV. Denn der von mir geforderte Schutz kann nicht von Dr. Botstiber, sondern nur durch Vertrag mit Schalk, wie ich ihn fordere, gewährleistet werden. Obwohl mir zwar an einer Aufführung in den Gesellschaftskonzerten gelegen wäre, bin ich nicht kurzsichtig genug, um mich darüber zu täuschen, daß eine ungenügend studierte Aufführung (Schalk macht äußerstens 6 Proben, es sind aber 12 minimal nötig) dem Werk, könnte. Alle meine Feinde warten nur auf die Gelegenheit, auch die Gurre-Lieder schlecht zu finden und keiner kann mir Ärgeres wünschen als eine schlechte Aufführung. Aus diesem Grunde werde ich, falls Sie mich nicht durch Abschließung eines Zweckmäßigen Vertrages mit Schalk schützen wollen, zuerst an Schalk gütlich, und dann an mir wohlgesinnte Direktionsmitglieder der Ges. d. Musikfreunde herantreten und sie bitten, von ihrer Absicht abzustehen. Sollte wider Erwarten auch das nichts nützen, so werde ich--da ich mich nicht unterkriegen lassen will--gezwungen sein, einen Weg einzuschlagen, den ich nur ungern betrete.--Aber die Verantwortung fällt dann nicht auf mich.--Noch hoffe ich aber, daß Sie die klaren Darlegungen meines letzten Briefes noch einmal durchlesen und dementsprechend mein Interesse wahren. Mir wäre nichts erwünschter als ein allseitig gütliches Einvernehmen. Denn ich wünsche mir Ruhe! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||