Arnold Schönberg Center - Brief Datenbank

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Date from letter: 1934.12.31 Filing Element: 1934.12.31
ID: 2534
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B025341
First Line: ich kann Ihren Brief heute nicht ausführlich beant
Description: Received by UE: 1935.01.12; answered by UE: 1935.01.22
Language: G, German
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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM003298
Version: Final version
Text:

31. XII. 1934.

Herrn Direktor Dr. Kalmus
Universal Edition
I. Karlsplatz 6
Wien

Lieber Herr Dr. Kalmus,
ich kann Ihren Brief heute nicht ausführlich beantworten, werde es aber nächste Woche tun.
Heute nur soviel, dass ich vom Schaden, der mir durch versäumtes copywrithing[!] zur Wahrung meiner Rechte sprechen musste. Denn die nicht geschützten Werke könnte jeden augenblich hier nachgedruckt werden sobald die Erfolgsaussicht wieder grösser ist. Deshalb auch will ich sofort daran gehen die neuen Ausgaben zu arrangieren und bitte Sie mir umgehemd je ein Exemplar der grossen Partituren der Verklärten Nacht und der Kammersymphonie zu schicken. Auch haben Sie mein Angebot, diese Ausgaben zu drucken, falsch aufgefasst. Nicht nur wollte ich damit die Möglichkeit geben, diese ausgaben billiger, in Oesterreich, herzustellen, sondern vor allem Ihnen die Möglichkeit, mir diesen Schaden zu vergüten und dabei doch am Gewinn, der sich daraus ergeben wird, zu beteiligen. Denn eines Tages wird es doch hier jemand nachdrucken und dann verlieren Sie ebenso, wie ich, ja wahrscheinlich mehr, da ich ja die Möglichkeit habe, diese neuen Ausgaben für einen hiesigen Verlag zu machen, wobei Sie dann ganz durchfallen würden. Es war also, wie Sie sehen durchaus ein freundschaftliches Angebot! Und ich hoffe, dass Sie in Ihrer Antwort das auch berücksichtigen werden. NB. Der sogennante "ewige Frieden" kann sich doch selbstverständlich nur auf Fälle beziehen, die mir bekannt waren!!!
Sie haben sicherlich in der Zwischenzeit meinen Brief, der Ihr Telegramm beantwortete (Luftpost hier und in Europa) erhalten. 500 $ kann ich nicht ausgeben und weiss zunächst nicht, was ich tun soll. Aber wenn Görgi nun wirklich in Wien ist und es von dort aus leichte ist, ihm die Einreise hieher zu verschaffen, so müssen wir eben warten, bis das möglich ist und ich bitte Sie, ohn[e] einstweilen nicht im Stich zu lassen. Jedenfalls danke ich Ihnen nochmals herzlichst, für die viele Mühe, die Sie sich in dieser Angelegenheit gegeben haben. Kann ich nicht von der Autorengesellschaft eine Einladung zum Beitritt erhalten?
Ich hoffe bald auch über das Schicksal der zu verzollenden Anzüge von Ihnen zu hören und danke hiebei auch hiefür vielmals. Alles Schöne und Gute, Ihnen und meinen Freunden zum Neujahr. Herzlichste Grüsse, Ihr


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