Arnold Schönberg Center - Brief Datenbank

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Date from letter: 1934.11.28 Filing Element: 1934.11.28
ID: 2524
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B025242
First Line: ich danke Ihnen bestens für Ihr Telegramm und die
Additional enclosures: *List of scores (1p.) typed on reverse of letter.
Description: Received by UE: 1934.12.12; answered by UE: 1934.12.18
Language: G, German
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Version: Final version
Text: 28. November 1934

Dir. Kalmus
Universal Edition
Karlsplatz 6
Wien, I.

Lieber Herr Dr. Kalmus:
ich danke Ihnen bestens für Ihr Telegramm und die viele Mühe, die Sie sich in Dieser Frage gemacht haben. Da ich leider nicht in der Lage bin, $50 auszugeben, so werde ich Görgi und seine Familie, sobald ich ein Visum für sie erlangen kann, zunächst nach New York kommen lassen, wo mir auch Arbeit für ihn zugesagt wurde.
Ich nehme an, dass Sie Görgi auch verständigt haben. Es wird ihm wenigstens ein Trost einsweilen sein, dass etwas für ihn versucht wird. Ich habe ihm ja auch ausführlich geschrieben, warte aber jetzt auf Antworten aus New York. Es geht hier alles sehr langsam: das kommt vom berühmten Tempo.
Nun hoffe ich auch, von Ihnen bald ein Entscheidung der Autoren Gesellschaft zu bekommen, damit ich verfügen kann.
Heute habe ich noch eine Bitte:
Ich habe durch das hiesige Los Angeles Warenhaus The May Company an Ihre Adresse ein Pakett mit drei Anzügen schicken lassen, von denen die beiden kleineren für die Kinder meiner Tochter Gertrud Greissle als Weihnachtsgeschenk bestimmt sind. Man versicherte mir, dass wenn es als Weihnachtsgeschenk declariert ist, in keinem Land dafür Zoll verlangt werde. Ich hoffe ja, dass es dem Experten Ihrer Firma den ich Sie bitte mit der Verzollung zu betrauen (wofür ich Sie bitte, ihm auf meine Rechnung für 5 Sch. Rauchzeug zu geben) geleingt es zollfrei durchzusetzen. Für alle Fälle lege ich einen Scheck auf Fünf Dollar bei und bitte Sie die Empfänger: Frau Maria Selgmann (meine Schwägerin[)], für deren Sohn der grösste Anzug bestimmt ist (Zetteln liegen in den Taschen) und meine Tochter zu verständigen, dass sie die Geschenke abholen lassen. Hoffentlich benötigen Sie den Scheck nicht, oder wenigstens nicht mehr. Auf alle Fälle meinen herzlichsten Dank.
In wenigen Tagen sende ich meine Dankbriefe und ein kleines Journal ab, das ich eben fertiggestellt habe. Nochmals: bitte betrachten Siegewisse meiner Aussprüche, die ich dort tue, als ganz privat!!
Ich erwarte auch Ihre Antwort über die Neuausgaben der ungeschützten Werke.
Mit nochmaligem herzlichsten Dank und besten Wünschen für Weihnachten und Neujahr, auch an meine Freunde bei der Universal Edition, Ihr

P.S. In der Notenkiste, die Sie mir vor einem halben Jahr geschickt haben (meine Privatauf. Bibliothek und die kleine Schülerbibliothek) habe ich folgende Werke von mir nicht vorgefunden und bitte Sie, mir gelegentlich je ein Exemplar zu senden:
1. Friede auf Erden
2. Klavierstücke op. 11
3. " 19
4. Variationen für Orch.
5. Orch. Lieder op. 22
6. Harmonielehre
7. Gurrelieder Klav. Ausz
8. " Grosse Partitur
9. " Facsimilierte Partitur

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