| Leipzig, den 3. Juni 1914.
Verehrl.
Universal-Edition, A.-G.,
Wien.
Mit gleicher Post übersende ich Ihnen 2 Abzüge einer Probeseite aus der Orchesterpartitur Schönberg. Ich hoffe, alles nach Wunsch des Autors ausgeführt zu haben und bitte um recht baldigen Bescheid, ob ich damit weiter arbeiten lassen kann.
Ich möchte hierzu noch bemerken, dass die Einteilung des Manuskriptes es mit sich bringt, dass ich gezwungen bin, ab und zu verhältnismässig wenig Linien auf eine Platte zu bringen, um unmittelbar im Anschluss daran beim Autor anzufragen, 1. X ob in diesem Falle bei geeigneten Instrumenten, wo im Manuskript mehrere auf eine Linie zusammen gezogen sind, ein Auseinanderziehen in einzelnen Instrumenten vorgenommen werden kann, um zu vermeiden, dass plötzlich auf eine sehr enge Platte mit 34 Linien eine sehr weite mit 18 oder 20 Linien folgt. Umgedreht macht es sich notwendig, in einzelnen Fällen, 2. X dass 2 gleichartige Instrumentenlinien auf eine Linie zusammengezogen werden, um eine 2systemige Platte einrichten zu können und dabei die Höchstzahl der Linien, 34, nicht zu überschreiten. Einer kurzen Rückantwort hierüber sehe ich entgegen.
Beethoven-Schenker. Korrektur der Vorbemerkung hoffe ich im Laufe dieser Woche auszusetzen; durch die vielen Feiertage hat sich leider die Fertigstellung dieser Arbeit etwas verzögert.
Hochachtungsvoll
ppo. F. M. Geidel
Johannes Geidel
[Anmerkung Schönberg:] Warum wurde kein breiteres Papier genommen ?
Ich schrieb doch deswegen auch !!!
|