| Text: | Abbreviaturen + sonstige Zeichen genau wie im Manuskript
Alles ohne Punkte aber bei Abkürzungen wie 1.2. am Ende
Es ist mir sehr angenehm, dass die geehrte Stecherei sich über alles zweifelhafte sofort an mich wendet. Und ich bitte auch in allen folgenden Fällen mich direkt zu fragen. Sollte es dringend sein, so werde ich eventuell per Telefon antworten und bitte zu diesem Zweck gleich in der Anfrage mitzuteilen zu welchen Tageszeiten und wen ich anrufen soll. Schönberg
1) das Format ist im Ganzen recht günstig.
Noch günstiger aber wäre, wenn es etwas breiter wäre und damit die übliche Proportion zwischen Länge und Höhe einhielte. Diese ist 26:33
? Papier da hier die Höhe 39 ist
so müsste die Breite ca 31 sein (statt 28!!)
Dadurch würden auch Kosten (Platten) gespart werden.
Ich fände aber sogar Breite 32 – 33 cm noch zulässig, da es für den Dirigenten sehr angenehm ist, wenn er möglichst selten umzublättern hat.
2) Ich habe nicht gemeint, dass jede gedruckte Seite sich genau mit dem Inhalt einer geschriebenen decken müsste. Aber dass dies nach Möglichkeit geschieht ist mir wichtig. Denn ich habe stets getrachtet, die Instrumentation auf möglichst wenig Linien unterzubringen (was die Lesbarkeit erhöht). Wo der Stecher von meiner Einteilung abweichen muss, bitte ich zu trachten, das nächste System wieder mit möglichst wenig Zeilen einzurichten; so dass keinesfalls aber sollen leere Zeilen vorkommen !!
3) In einer Linie sollen im Allgemeinen nicht mehr als 2 Instrumente stehen. Ausgenommen, dass 3 oder mehr (nicht oder gleichtransponierende Instr. dieselben Noten, oder doch wenigstens den gleichen Rhytmus haben !
!!! [Instrumente die nicht die gleiche Transposition haben, dürfen nie auf derselben Linie stehen !
4) die Celestastimme soll nie mit der Harfe (oder einem anderen Instrument) auf der gleichen Linie stehen (In meiner Partitur geschah dies oft nur aus Not oder um ein Versehen auszubessern)
5) die Harfe kann, sooft das möglich ist, auch bloß auf eine Zeile gestochen werden. (auch für 7) ebenso die Celesta.
Es ist nicht nötig 2 Zeilen zu nehmen, wo eine genügt. Das ist ohne jeden praktischen Wert. Ein blosser Formalismus !!
6) Die Reihenfolge ist
7.) die Reihenfolge soll stets die folgende sein, die auf beiliegendem Zettel notoert ist.
u. 8.
9) Ich halte es für sehr zweckmäßig jenes Schlagzeug, das keine Tonhöhe hat auf bloß einer Zeile (––) zu notieren. Erstens fällt es dadurch nicht auf; 2. teilt es die Partitur in 2 Hälften und 3. ist es überflüssig etwas auf 5 Linien zu notieren, was man auf einer notieren kann. Deshalb bitte ich diese Instrumente so oft es geht einlinig zu notieren !!
10) Wo bei mir D und A (oder B) Clarinetten auf einer Linie stehen, sind die D und A-Instrumente selbstverständlich stets so geschrieben, als ob jedes auf einer eigenen Linie stünde. Sie dürfen also beim Auseinandernehmen nicht transponiert werden !!!!
11) die Bezeichnungen auf der A oder C Saite ebenso Flatterzunge etc sind Bezeichnungen die selbstverständlich ebensowichtig sind wie die Noten !
12 Sie stehen auch immer und überall in jeder Partitur (seit 200 Jahren). Ueberhaupt bitte ich kein Wort wegzulassen !! Die sind für den Dirigenten unerlässlich wichtig !! und für den Musiker !!
13 Ich bitte die Divisistellen in den Streichern und ebenso das à 2 (zu 2) oder à 3 (zu 3) der Bläser nur in solchen Fällen auseinander zu stechen, wo es die die Deutlichkeit, die Lesbarkeit verlangt. Es ist für den Dirigenten und Musiker höchst unangenehm etwas 2 mal zu lesen, was nur einmal gespielt wird. Und wenn es bloß nach mir gienge, würde ich es so machen, wie ichs auf Ihrem Probeblatt durch Streichen angezeigt habe. Es ist gar kein Unglück, und sieht auch besser aus und ist lesbarer, wenn auf einer einsystemigen Platte nur 24 cm bedruckt sind, als wenn Ueberflüssiges dort steht. Ich bitte also mir den Gesichtspunkt der Lesbarkeit zu berücksichtigen. Die Partituren dienen einzig und allein praktischen Zwecken und je besser sie denen entsprechen, desto schöner sind sie. Jede andere Schönheit ist Mumpitz!
14) Ich bitte auch auf die erste Zeile nur jene Instrumente zu setzen, die spielen. Welche Instrumente vorkommen erfährt man besser durch eine Aufzählung der Besetzung auf der Rückseite des Titelblattes !
15 die Abkürzungen sind so zu halten, wie auf beihängendem Zettel. Aber diese am Beginn der Linien stehenden Namen dürfen keinesfalls so klein sein, wie z. Bsp. in Ihrer Vorlage. Das ist ja auch für den Dirigenten wichtig, der es rasch lesen soll !! Also wenigstens doppelt so groß !!
16) diese Frage ist mir nicht recht verständlich. Ich beantworte sie, soweit ich sie verstehe.
1. die Zeichen > > (bei a) ihrer Probe) dürfen nicht mit denen
^ ^ (bei b) " " ) verwechselt werden,
sind aber sonst gut.
z Bsp. [Notenbeispiel
1) 1) 1) > = marcato; 2:) ^ = martellato 3) [Notenzeichen] = diminuendo !!
das ist der Sinn meines Wunsches
2. die crescend
decrecZeichen[Notenzeichen] sollen
a) aus nicht zu feinen Strichen bestehen
b) nicht zu eng gehalten werden (schlecht: [Notenzeichen] ; gut: [NZ] besser [NZ]
c) haarscharf an der Stelle beginnen, an denen sie in meiner Partitur beginnen (höchstens wo Flüchtigkeit zu vermuten ist)
d) Sollten Sie anderes aufgeklärt wünschen, so bitte um Nachricht.
17 Das Tempowort muß größer sein und an 2 Stel[len] stehen: über der Geigenstimme und über der 1. Linie jed[es] System[s]
Als Tempowert sind auch zu behandeln: rit ------ accel ----- , steigernd ----- , beschleunigend.
18 die Ziffern dick einringeln. Wenn sie so groß sein können, wie die *) dann genügts wenn Sie nur einmal stechen : über der I. Geige oder über dem Gesang .
19 Seite 67 (hoffentlich haben Sie die richtige Seitenzahl genom[men]
deshalb beschreibe ich es doch einmal) also: dort, wo diese chromatischen Läufe bis ans Ende eines 12/8 Taktes gehen, wo dann der Doppelstrich, me[in] Name, Ort und das Datum verzeichnet sind und auf der nächsten Seite nichts mehr steht, dort wäre dann Schluss.
20 die auf die Metronomisierung bezügliche Notiz hat zu lauten:
die Metronomzahlen dürfen nicht wörtlich genommen werden, sondern sollen bloß die Zähleinheit des Grundtempos andeuten, aus dem das Tempo frei zu gestalten ist.
Bitte zu prüfen
siehe Zettel
[Notenbeispiel]
diese Ziffern aber eingeringelt mit einem fetten Kreis.
1 kl. Fl. 1 Trp. (etc.)Vcllo.
1 gr. Fl. (etc.) 1 Pos. (etc.)Cbss.
1. Ob. (etc.) Harfe
Engl. H. Celesta
1. Clar Pauke
in A (etc.) Becken
Bss. Clar. Frau
1. Fag. (etc.) 1. Geige
1. H. in F (etc.) Bratsche
20 das wäre besser
Picolo kl. Fl.
Flötenwie mit den Pic in gleicher Zeile
Oboen
Engl Hwie mit der Oboe in gleicher Zeile
D-Clar– wie mit den B oder A Cl in gleicher Zeile
4 L.{Clar – B und A Clarin immer auf eigener Zeile
Bss Clar nie mit den Clar in gleicher Zeile
Fag
Ktr Fg nie mit Fag auf 1 Zeile
Hörner 12 34 manchmal auch 13 24 (immer nach dem Sinne
Trp
Pos. X zusammen!
Ta
Harfe
Celesta
Pke
das übrige Schlagwerk kann die Reihenfolge haben, die am besten den Raum ausnützt.
sonst ist diese Reihenfolge zu wählen.
1) Triangel, 2. Glockenspiel, 3) Xylophon 4 Becken, 5) gr. Trommel, 6) Tamtam, 7) kl Trommel, etc
I. Geige (bitte Geige! (nicht Violinen!)
II. "
Bratsche (nicht Violien !!)
Vcl
Ctrbss.
folgende Kombinationen von Schlagwerk auf einer Zeile sind zulässig. –
Pke stets allein auf einer Zeile
Trgl und Glockenspiel [Notenbeispiel]
" und Xylophon [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel]
" " Becken [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel]
" " Tamtam [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel]
" " große Trommel [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel]
" " kl Trommel [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel]
Glockenspiel u. Xylophon [Notenbeispiel] nur im Notfall
" " Becken [Notenbeispiel]
" " gr Trml "
" " kl Trml " etc
Xylophon wie Glockenspiel.
Becken u. gr Trml [Notenbeispiel] oder [Notenbeispiel)
kl Trml " " "
u Tamtam " " "
etc.
gr Trml
etc. wie Becken
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