| Date from letter: | 1910.11.12 Filing Element: 1910.11.12 ID: 172 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B001721 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | ich habe mich vor einer Woche mit Herrn Direktor H | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version translation, English | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | A week ago I had an angry difference of opinion with Herr Direktor Hertzka (who has a taste for rather offensive jokes of a kind not justified by anything in our personal relationship), as a result of which I have broken with him. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Version: | Final version | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | 12. November 1910 Lieber Herr Marschalk, ich habe mich vor einer Woche mit Herrn Direktor Herzka (der eine in unserem persönlichen Verhältnis nicht begründete Vorliebe für taktlose Witze hat) sehr energisch zerstritten. Dadurch kommt es, daß ich über Pelleas mit ihm noch nicht abgeschlossen habe und mich also, auf Grund einer schriftlichen (seinerzeitigen[?]) Zusage, die noch nicht wiederrufen ist, für berechtigt halte über Pelleas frei zu verfügen. Ich bin also bereit Ihnen, ohne bezüglich einer Honorarzalung [sic] eine neue Forderung zu stellen, das Werk unter der Bedingung zu übergeben, daß die Vorschüsse gestrichen respektive zu meinen Gunsten verfallen sind, und daß spätestens in zwei Monaten eine gedruckte (autografische[?] oder gestochene) Partitur vorliegt und das Material (Stimmen) vervielfältigt (copiert oder autografiert[?]) wird. Mit dieser Zusage kann ich Ihnen höchstens acht bis zehn[?] Tage im Wort bleiben, denn länger hält es Herzka sicher nicht mehr aus, mit mir bös zu sein (Ich schon!). Ich müßte also den betreffenden Vertrag bis spätestens 22 November in Händen haben. Länger möchte ich übrigens selbst nicht warten wollen, da ich jetzt endlich einmal eine gedruckte Orchester-Partitur von mir haben will. Herzlichen Dank für Ihren Brief. Aber, warum schicken Sie mir Ihre Rezension nicht. Derer könnten Sie doch leicht habhaft werden. Und die von Oskar Brie. Der dürfte doch gut geschrieben haben. Im Dezember erscheint ein Schönberg-Heft des "Merkur". Das wird enthalten: ein Kapitel aus meiner Harmonielehre, eine Dichtung für Musik (Theater) "die glückliche Hand"; zwei Lieder von mir, dann Reproduktionen einiger[?] meiner Bilder, einen Aufsatt von Specht[?] über mich und einen Aufsatt von Karl Linke, der auch den im beiliegenden Programm abgedruckten geschrieben hat. Am 2. Jänner ist ein Schönberg-Abend in München (Dmoll Quartett und Sextett mit Rose und Gutheil[?]; Lieder und Klavierstücke) dann ein ähnlicher Abend in Brünne[?]; eine Kammermusikaufführung in Prag und Budapest. Im Jänner in der Volksoper: Monodram und glückliche Hand. Herzliche Grüße Ihr Arnold Schönberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||