| Date from letter: | 1910.03.08 Filing Element: 1910.03.08 ID: 153 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B001535 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | daß Fried Pelleas nicht aufführt dürfte doch nun w | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | 8/3.1910 Herr Marschalk, daß Fried Pelleas nicht aufführt dürfte doch nun wohl entschieden sein. Er könnte mir nun also die Partitur und die Skizze die beilag zurückschicken. Bitte wollen Sie das veranlassen. Ich benötige die Partitur dringend, da ich sie Nedbal (Tonkünstler-Orchester) geben muß, der sie nächstes Jahr aufführen will. Sie müssen sich dann ja auch schon entschieden haben, ob Sie auf Pelleas reflektieren oder nicht. Es ist doch nicht nötig, daß Sie zu dem Zweck die Partitur dort haben. Ich kann dadurch nirgends einen Versuch wegen einer Auführung machen[?], daß Fried immer noch meine Partitur zu lesen versucht. Er bringts ja doch nich zusammen. Wie gehts Ihnen. Lassen Sie etwas von sich hören. Ueber die cretinhafte Kritik des Herr Krebs, von dem ich einmal sagte: er ist so reaktionär, daß er sich selbst im Konzertsaal nach rückwärts setzt, habe ich lachen müssen. Dieser Idiot gehört nach Wien; den sollte man hier zu [ilg.] trachten[?]! Oder gehört er vielleicht doch nach Berlin? Ich weiß nicht! Mir entsinkt das Unterscheidungsvermögen für die kleinen Nuancen und persönlichen, nationalen[?] Noten in der Idotie[?], für die Heimatskunst des Kretinismus. Herzl Gruß Ihr Arnold Schönberg NB bitte notieren Sie meine neue Adresse. Ich wohne seit Februar hier | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||