| Date from letter: | 1928.05.06 Filing Element: 1928.05.06 ID: 1461 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B014610 | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | Es wäre auch an eine Bezeichnung jedes Taktes durc | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Lieber Pult [und Taktstock], Es wäre auch an eine Bezeichnung jedes Taktes durch Buchstaben allein, oder Buchstaben und Ziffern zu denken. Mit bloss zwei Buchstaben kann man schon 625 Takte bezeichnen A-Z, dann: AA AB-AZ; AC usw. mit drei Buchstaben aber über 15000! Und drei Buchstaben nennt man rascher, als eine dreistellige Zahl (Man könnte allerdings die dreistellige Zahlen auch bloss durch Nennung der Ziffern aus[s]prechen; z.B. statt dreihundert-fünfundsechzig: drei-sech-fünf). Aber auch eine Kombination von Buchstaben und Zahlen ergäbe Vorteile. Wenn man zum B. bei Takt "O-drei-sieben" oder bei "M-einunvierzig". Mit dieser Methode könnte man unter Benützung von nur drei Zeichen ungefähr 2500 Takte bezeichnen, während man bei Ziffern allein nur auf 999 kommt. Nummt man aber bei besonders langen Werken, z.B. Opern eine vierte Stelle dazu, so gelangt man bei einem buchstaben und drei Ziffern zu 25000, bei zwei buchstaben und zwei Ziffern aber zu 62000 Takten. Ein Akt Wagner dürfte kaum viel mehr als 5000 Takte (500 Seiten zu etwa 10 Takten) haben. Man sieht also, dass man sehr gut aus kommen könnte. Jens Quer Liebe Takt, bitte notfalls etwas besser formulieren und ohne jede Namensnennung zu bringen. Beste Grüsse 6/V.1928 [illegible handwritten note at bottom] | ||||||||||||||||||||||||||||||