| Verlag
Dreililien
Halensee-Berlin
Georg Wilhelm-Str. 22
den 16.11.1903
Lieber Herr Schönberg.
Ich erwarte also Ihren längeren Brief und Ihre neuen Lieder, von denen ich hoffe, dass sie recht schön sein werden. An Wiener Musikalienhandlungen Ihre Lieder zu schicken, ist nicht angängig. Die Handl. „wählen“ und nehmen unverlangte à. C. Sendungen (Ansicht i.-S.) nicht an. Wenn also eine ganz nette Anzahl Ihrer Bekannten fest entschlossen ist, so soll sie nur fest und unentwegt bestellen. Feste Bestellungen nimmt jede Handlung gern entgegen. Gutmann, mit dem allein wir eine Art Abkommen getroffen haben, kriegt Ihre Lieder noch heute.
Hat Busoni nicht Lust Ihre symph. Dichtung zu machen? Haben Sie sonst irgendwo Aussicht? Nun, wir müssen nach der längeren Pause nächstens mal wieder Pläne schmieden. Nutzen Sie nur Ihre sämmtlichen Verbindungen mit Sängern aus – Propaganda-Exemplare stehen Ihnen zur Verfügung. Es wäre famos, wenn Sie an Wüllner herankönnten.
Also – fürchten Sie nicht, dass ich immer so mangelhaft auf Ihre Briefe reagieren werde – das kam nun einmal so.
Herzliche Grüsse
Ihres Max Marschalk.
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