Arnold Schönberg Center - Brief Datenbank

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Date from letter: 1926.06.11 Filing Element: 1926.06.11
ID: 1226
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B012262
To
Name: Hertzka, Emil
Title: Herr Direktor
Company: Universal-Edition A.G.
First Line: in dem Brief vom 4.VI. werden einige "Irrtümer"
Description: Received by UE: 1926.06.14; answered by UE: 1926.06.15
Language: G, German
Transcribed
VersionFormatfolSourceLocation in source
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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM001956
Version: Final version
Text: Schönberg
Charlottenburg

11.VI.1926

Herrn Direktor Emil Herzka[!]

Lieber Herr Direktor,
in dem Breif vom 4, VI werden einige "Irrtümer" eines mir gesandten Rechnungsauszuges auf meiBeanstandung[!] hin richtiggestellt. Aber derselbe Auszug enthält wieder Fehler: es fehlen vom neuen die Gutschriften für die Artikel, die ich 9hnen[!] geliefert habe. Ich uss sagen, dass diese ewigen Fehler auf jemanden, der von der richtigen Rechnung so abhängig ist, wie ein Autor auf Tantiemen einen sehr beunruhigenden Eidruck[!] machen. Dabei geschieht das in Dingen, die ich kontrollieren kann. Icjh[!] muss mich nun fragen, wie das dort zugeht, wo ich es nicht kontrollieren kann? Es ist jetzt das drittemal, dass ich Gutschriften für Aufsätze reklamieren muss. Ich muss Sie dringend bitten diejenigen Beamten, die dafür verantwortlich sind, zu veranlassen, so zu arbeiten, dass mein Vertruen nicht solchen Erschütterungen ausgesetzt wird.
Meine Frage, ob die Autorengesellschaft an Sie Tantiemen für meine Werke bezahlt habe, bezog sich nicht auf Tantiemen, auf die ich Anspruch habe, sondern ich wollte wissen, ob Sie welche bekommen haben, als Ihren Anteil, und wieviel. Denn diese Gaunerbande, die mir für (unteranderm) abt[!] abendfüllende Orchesterkonzerte (3 Gurrel., 2 Pelleas, 2 Orch. Lieder, 20[?] Verkl. Nacht, 2 Orchesterstücke) und je eine Aufführung der Kammersymphonie (in Holland) und des 1. Streichq. "hoffl[!] 0.23 d.s. 0.63 Groschen auszahlt schickt mir auf eine Anfrage den beiliegenden Brief. Ich bitte Sie diese Angelegenheit gleich mit diesen Gaunern zu besprechen, da ich sonst in einer h[!] hiesigen Zeitung, wo man es ohnedies sehr scharf auf diese Bande hat, einen offen Brief verüffentlichen[!] werde, der sich gewaschen haben wird und vielleicht doch den Staatsanwalt zum Einschreiten veranlassen wird. Bitte vielmals tun Sie das, denn ich bin sehr geladen und da[!] man mir hier zu diesem Vorgehen geraten hat, würde ich es bestimmt tun.
Ich habe gedacht, Sie kommen noch nach Berlin? Ich dürfte Ende Juni weggehen. Herzlichste Grüsse, Ihr

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