| Date from letter: | 1925.03.02 Filing Element: 1925.03.02 ID: 1126 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B011266 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| First Line: | ich glaube es ist am besten, wenn ich Ihnen mein A | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Received by UE: 1925.03.03 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Arnold Schönberg derzeit Wien, IV. Wiedner Hauptstrasse 18 per Adr. Kolisch Wien, 2.III.1925 Herrn Direktor Emil Herzka[!] Lieber Herr Direktor, ich glaube es ist am Besten, wenn ich Ihnen mein Anliegen schriftlich mitteile. Ich [ilg.] brauch im März und im April--vor unserer spanische Tournee--je 2,000 Shillinge[!] und bitte Sie, mir diese Vorschüsse entweder auf meine laufende Jahresabrechnung oder, was mir lieber wäre, in etwas gestreckterer Verrechnung (so wie früher, als meine EingänL[!] noch geringer waren) zu bewilligen. Ich hoffe umso sicherer, dass Sie mir hiebei keine Schwierigkeiten machen werden, als ich ja während unserer langen Besprechungen übervun die Regulierung unserer Verträge stets als Bedingung gestellt habe, dass ich einen "Jahresbetrag" im Notfall von Ihnen als Vorschuss bekommen können muss, was Sie mir auch in manchen der seinerzietigen Vertragsentwürfe auch zugestanden haben. Aber ich bin überzeugt, dass diese Erinnerung nicht nötig ist und dass ich darauf rechnen darf, dass Ihre mir oft bezeugte Freundschaft allein mir genügend Garantie sein kann, dass ich auch diesmal keine Fehlbitte tun werde. Sie wissen, dass ich augenblicklich grosse Lasten auf mir habe, da die allgemein schwirigr[!] Erwerbslage es meinen von mir abhängigen Angehörigen schwer macht, sich selbst zu erhalten; Sie wissen auch selbst, dass ich grosse Ausfälle gahabt habe und dass eben auch die letzte Anstrengung meiner Gegner immerhin insoferne einige materielle Erfolgte erzielt hat, als sie die meineigen hindert. Ich denke: bis zum Ende dieser Saison wird auch dieser Kampf zu meinen Gunsten entschieden sein und die allgemeine Lage sich gebessert haben. Dann bin ich wieder obenauf. Ich verdiene ja in fünf oder sechs Engagements das was mir fehlt! Ich möchte gerne morgen Dienstag oder übermorgen Mittwoch nachmittags zu Ihnen kommen und bitte Sie mir eventuell telephonisch sagen zu lassen, ob Ihnen das recht ist. Mit vielen herzlichen Grüssen bin ich Ihr ergebener | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||