Letters Details
| Date from letter: | 1923.05.30 Filing Element: 1923.05.30 ID: 859 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B008593 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | ich kann Ihnen gewiss bis zu Ihrer Abreise nichts | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Received by UE: 1923.06.01. *p.1 & p.2 reversed on MF. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | 30. Mai [192]3 Lieber Herr Direktor Herzka[!] ich kann Ihnen gewiss bis zu Ihrer Abreise nichts entscheidendes sagen. Denn leider haben Sie doch wieder den Weg des Feilschens betreten. Auf diesen werde ich Ihnen aber leider nicht folgen können, denn ich habe keine Zeit. Um gleich zu sagen um was es sich handelt: I. Es schein mir als eine Einigung erst von diesem Augenblick an denkbar, wo Sie es ausprachen, dass ich mich nur mit einem Teil meines Schaffens verpflichten müsste. Diese wichtigste Bedingung haben Sie in Ihrem Vorschlag überhaupt nicht mehr erwähnt: wie soll man da vorwärts kommen??? II. Am 22. Mai habe ich Ihnen geschrieben in welcher Weise erst in der Frage der Auflagen--Höhe eine verbindliche Erklärung Ihrerseits vorliegenmüsste. Auch verlangsteich[?] mündlich längst eine Proberechnung über den beiläufigen jetzt auszuzahlenden Betrag. Auch diesen Punkt ignorieren Sie volkommen[!]!! Ich werde Ihnen in einigen Tagen ganz präzise Vorschläge machen, diese in 2 Exemplaren an die U.E. senden und sie bitten sich diese nach Berlin nach senden zu lassen, um mir von dort aus Ihre endgültige Entscheidung zu geben. Ich habe die Absicht, nur im Notfall Konsequenzen zu ziehen aus der Tatsache, das derzeit kein Vertrag zwischen uns besteht; aber aber[!]: wie beim Schachspiel wird dieser Notfall auch durch Zeitüberschreitung einteten[!] können. Ich will nicht verhehlen, dass die schriftlichen und mündlichen Vorschläge, die Sie bis her gemacht haben, manches enthalten, was mir die Aussicht auf Einigungsmöglichkeit eröffnen. Aber es nötig, dass ich das Vertrauen finden kann, dass Sie mir aus meinen Werken wirklich ein angemessenes Einkommen zufliessen lassen wollen. Ich will nichts anderes mehr tun, als meine Werke schreiben. Und davon muss ich leben können: das ist mein einziger und wichtigster Vertragspunkt. Bitte senden Sie mir Ihre Vorschläge stets in zwei Exemplaren. Ich schreibe dann auf eines gleich meine Antwort. Ich wünsche Ihnen angenehme Reise [u]nd gute Unterhaltung in Berlin. Mit vielen herzlichen Grüsen[!] und dem ebenso herzlichen Wunsch nach einem baldigen Friedensschluss, bi[n] ich Ihr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||