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Letters Details


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Date from letter: 1923.01.09 Filing Element: 1923.01.09
ID: 776
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B007765
From
Name: Schönberg, Arnold
Address: Bernhardgasse 6, Mödling, Österreich
City: Mödling
Country: Österreich
To
Name: Hertzka, Emil
Title: Herr Direktor
Company: Universal-Edition A.G.
First Line: Sie sind hoffentlich nicht bös, dass ich den Rat,
Additional enclosures: 2 letters to Tischler und Jagenberg; 1 letter from Tischler und Jagenberg; 1 letter from Seligman; 1 newspaper cutting.
Description: Received by UE: 1923.01.10; answered by UE: 1923.01.11[?]
Language: G, German
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VersionFormatfolSourceLocation in source
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Final versiontyped letter (1p.)1p.ASCUE Archiv, #264
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Final versiontranscription (1p.)1p.GA Reihe B/Band 6,2p. 249 (partial)
Final versiontranscription (partial)1p.GA Reihe B/Band 11,4p. 165 (partial)

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Link to sourceCommentURN / Zitierlink
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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM001094
Version: Final version
Text:

ARNOLD SCHOENBERG
MOEDLING BEI WIEN
BERNHARDGASSE 6

Lieber Herr Direktor Herzka[!]
Sie sind hoffentlich nicht bös, dass ich den Rat, um den ich Sie in der Tischer-Angelegenheit gebeten habe nicht abwarte und Ihnen meine Antwort neute schicke mit der Bitte sie in beifolgendem Kuvert diesmal verschlossen separat zu senden. Ich hoffe Sie finden das gut so.
Zu den andern Fragen Ihrer letzten Briefe:
SELIGMANN: Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesem die Aufführung der gurrelieder in Köln oder Hamburg überlassen; insbesondere nicht, wenn Sie ohne dies keine andere Aufführung in Aussicht haben. Dass es unkünstlerisch ist, wenn ein junger Mensch die Aufmerksamkeit auf sich lenkt?], kann man wohl nicht sagen, da es mit Kunst noch lange nichts zu tun haben muss, aber keineswegs ausschliesst, dass es eine gute, also künstlerische Aufführung wird. Seligman ist immerhin ein begabter Mensch und einmal muss jeder jung sein ehe er alt wird. Vielleicht können Sie irgend welche Garantien verlangen, für den Fall als er wider Erwarten nicht die Aufgabe bewältigen könnte. Dass dann auf seine Kosten ein anderer z.B. Zemlinski[!] berufen werden müss. Aber soweit ich S. kenne ist keine derartige Gefahr dabei.
Aus Frankfurt, wegen der Erwartung, habe ich nichts gehört, was mir in jeder Hinsicht angenehm ist: ich hätte dort ja doch wieder abgesagt Ganz! Ohne Nachricht bin ich über die Berliner Aufführung der Gurrelieder. Hat Scheinpflug die bekommen? Oder wer anderer?
Die Bach-Instrumentation will ich einstweilen noch nicht veröffentlichen. Vielleicht wird es doch, wie ursprünglich geplant, ein grösserer Zyklus.
Ueber alle Kopenhagener Fragen werde ich morgen mit Klenau definitives verabreden. Ein Kapitel aus der Harmonielehre abzudrucken hat gar keinen Sinn, weil die Leute darum die Kammersymphonie doch nicht besser verstehen werden, wenn sie sich im Nichtverstehen vorher an der Harmonielehre geübt haben.
Ich fand beifolgendes Inserat in der "Musik". Das haben wir doch, abgesehen vom Stil, beide nicht nötig: das einzigartige werk! Und: mit bestem Erfolge(!) aufgenommen: da haben also die Aufnehmenden den Erfolg gehabt! Was aber doch nur für diese nicht aber für das Werk spricht. So selbstlos muss man nicht sein, sondern werden. Nämlich: mit nachträglichem. Mit gleichzeitigem geht auch das nicht.
Ein Abführmittel kann mit Erfolg Beifall kann schon sagen: dass das Werk Erfolg gehabt hat oder eingenommen aufgenommen worden ist.
Ich grüsse Sie herzlichst und bin Ihr ergebener

Beiliegend:
2 Briefe an T. & J.
1 Brief von T. & J.
1 Brief von Seligman
1 Zeitungsausschnitt

 
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