| 15.XI.1922
Lieber Herr Direktor,
ich habe telegraphiert, daß ich "Gurrelieder in Frankfurt" akzeptiere und gefragt, was mit (1) "Erwartung" ist (resp. Glückl.Hand). Ich hoffe die Frankfurter beabsichtigen aber diesmal doch, mir meine Spesen zu vergüten. (2) Herr Heinen[?], der sich mir durch einen recht netten Brief vor einiger Zeit vorgestellt hat, bittet um meine Harmonielehre. Bitte senden Sie ihm, da Sie ja an [ilg.] Freiexemplar haben eines. (3) Ferner bitte ich Sie ein "billiges" Frei-Exemplar an Herrn Curt Wegner, Klaviermacher, Gmünden, Kammerhofgasse 6 zu schicken. (4) Was haben Sie mit Tischer und Jagenberg und was mit Marschalk abgemacht? Ich bin eben dabei einen Artikel zu schreiben in dem ich den ganzen Vorgang humoristisch darstelle und ankündige, daß die Exemplare in neuen Abschriften (einstweilen) zu haben sind. Ich höre gar nichts von Ihnen! Kommen Sie doch einmal zu mir. Oder bleibt es dabei, daß Ihre Zeit unter allen Umständen wertvoller ist, als die meinige?? Ich fahre [ilg.] am 28.d.M. in die Schweiz. Mit vielen herzl. Grüßen Ihr Arnold Schönberg
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