Letters Details
| Date from letter: | 1912.06.20 Filing Element: 1912.06.20 ID: 6987 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B069872 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||
| First Line: | Sie haben wohl meinen gestrigen Brief erhalten in | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||
| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Sie haben wohl meinen gestrigen Brief erhalten in dem ich mich einverstanden [...] Heute morgens erhielt ich den beiligenden Brief [...] Nun möchte ich Sie--ich hätte das auch ohne diesen Brief in 14 Tagen getan, denn wir sind eben dabei das Werk mit den Instrumenten zu probieren und ich hatte vor Sie zu einer Probe einzuladen--fragen, ob Sie dieses Werk erwerben wollen. Es heißt: Pierrot lunair[e] (nach Albert Giraud übersetzt von Otto Erich Hartleben) Melodramen-Cyklus mit Begleitung von Klavier Flöte (Picc) Clar (Bass Clar) Geige (Bratsche) und Vcell (5 Spieler) ist cirka 80 Partiturseiten lang; abendfüllend, müßte herausgegeben werden wie etwa ein Kammermusikwerk mit Klavier (Klavier-Quintett?) also in Partitur (Klavierstimme groß gestochen, Instrumente klein darüber) und womöglich in (eventuell autografierten) Stimmen. Jedes Stück had eine andere Besetzung!!! Es kommen vor 2 Soli (1. Klavier 2. Flöte allein!!!) 4 Duos, 7 Trios, 4 Quartette, 5 Quintette. Insgesamt 22 Stücke. (Vielleicht kommt noch eines dazu!) Einige der Stücke sind fix verbunden. Das ganze ist sehr wirkungsvoll!! Frau Zehme, die mich zu dem Werk angeregt hat, macht damit eine Tournee durch 30 Städte! Ich habe ihr versprochen, ihr das alleinige Aufführungsrecht für 3 Jahre zu wahren, bin aber nicht unbedingt daran gebunden. Ich glaube aber, Sie können ihr das (nach Möglichkeit!) zusagen. Ich wäre damit einverstanden, daß das Werk erst bis zum December 1913 erscheint. Nun möchte ich Sie fragen, ob Sie bereit sind mir für dieses Werk und außerdem das beiliegende Lied für Harmonium, Celesta und Harfe einen Vorschuß von 500 Mark zu geben. Ich glaube dieses Honorar ist sehr gering, denn ich bekäme mindestens diese Summe für die Melodramen allein. [...] Die Melodramen kann ich Ihnen jetzt nicht schicken, weil sie kopiert werden. | ||||||||||||||||||||||||||||||