| 14.XI.[192]3
Herrn Direktor Emil Her[t]zka,
beiliegend eine "Abrechnung" dieser Gaunerbande: Autorengesellschaft.
Ich frage Sie, ob Sie mir in dieser Sachen Recht verschaffen wollen: Sie besitzen alle nötigen Daten über meine Aufführungen und k[!] können daher entweder mir oder der Autorendiebsgesellschaft nützen. Ich habe Sie oft darum gebeten. Nun muss ich sagen, dass ich eine weitere Unterlassung doch als Symptom einer nicht sehr auf meine Seite neigenden Freundschaft ansehen müsste. Bedenken Sie: 23 Cent machen meine ausländischen Tantiemen aus! Ich werde mich damit nicht begnügen--Furtwängler: es tut mir sehr leid, ihm diesmal das Material nicht leihen zu können, da ich es anderweitig verborgt habe. Er soll mir aber eventuell für einnen anderen Termin schreiben, da gebe ich es ihm gerne. Etwa im Jänner.
Herzliche Grüesse[!], Ihr
[handwritten in margin:]
Indem ich an dich liebe Mathilde gedacht habe, und was du dazu gesagt hätteste, habe ich diesen Brief nicht abgeschickt und den [ilg.]licheren geschrieben. Es passt besser zu meinem Alter.
|