Letters Details
| Date from letter: | 1950.11.11 Filing Element: 1950.11.11 ID: 5637 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B056379 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| First Line: | Herr Schoenberg (ich schreibe, was er verlangt) em | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | First draft on verso of ID 14535 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | 49 11. November, 1950 Herrn Walter Hinrichsen President C.F. Peters Corporation 1209 Carnegie Hall 881 Seventh Avenue New York 19, N.Y. Sehr geehrter Herr Hinrichsen: Herr Schoenberg (ich schreibe, was er verlangt) empfindet Ihren unbegründeten Abruch der freundschaftlichen und geschäftlichen Beziehung als eine Beleidigung, wie er sie kaum in seinen frühesten Jugendtagen einzustecken genötigt war. Er nimmt als sicher an, dass in nicht zu ferner Zeit, wenn alles Geschichte, dokumentarisch belegte Geschichte, sein wird, was ihm angetan wird, das für Sie so schmerzlich sein werde, wie es heute für ihn ist. Er hat erfahren, dass ein Werk eines Amerikaners (der er ist) in Amerika hergestellt und gedruckt sein muss, wenn [...]schutz behalten soll. Er rät Ihnen das genau zu erforschen, da er den Schaden keineswegs zu tragen gesonnen ist. Er möchte das Violinstück von drei Violinisten lesen lassen, um [...] Sie drei Kopien senden? Das Korrekturlesen wird natürlicherweise etwa eine Woche dauern. Opus 49B (recte 50A) ist als Beilage in dem schwedischen Magazin, "Prisma" abgedruckt gewesen. Man hat ihm unverlangt eine Anzahl Kopien dieses Abdrucks geschickt. Aber Peters Edition besteht doch zu 9/10 aus Werken die schon vorher gedruckt worden. Herr Schoenberg wird Ihnen Photokopien einiger seiner Verträge zur Ansicht schicken. Abgesehen davon, hat er nicht mehr Geld von Ihnen verlangt, da er es augenblicklich nicht braucht, aber von Ihnen anständige Abrechnungen erwartet hat. Sollte Herr D. D. Runes Stimmung gegen ihn gemacht haben, so wünscht er sie in Kenntnis zu nehmen, dass er Herr Runes wieder aus der Musikgeschichte herausstreichen wird, in dem er selbst zu seiner Musik eigenen Text unterlegen wird. Mit besten Empfehlungen, Hochachtungsvoll, Richard Hoffmann | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||