| 15/5. 1914
Lieber Herr Direktor, ich schickte die 2te Pierrot-Korrektur nachdem ich sie gelesen hatte an Erwin Stein (I. Kohlmarkt 20) und ersuchte ihn, sie bis zum 20. zu lesen. Wenn er sie bis dahin nicht abgeliefert hat, bitte ich Sie ihn zu mahnen. Kann Herr von Wöss diese Korrektur lesen? Es wäre nicht schlecht, wenn dieses Werk recht fehlerfrei herauskäme.
Bitte beschleunigen Sie nun die Herausgabe des Pierrot
und:
den Stich des Monodrams
damit ich endlich ungestört arbeiten kann.
Ich habe Sie in paarmal gefragt, ob Sie nicht einen kleinen Teil der Auflage auf Bütten, oder wenigstens auf gutem Papier drucken lassen wollen.
Bitte teilen Sie mir Ihre Beschlüsse mit. [Satz im Kopierbuch abgeschnitten.] und bin überzeugt, dass es sich lohnen würde. 30–50 Stück verkaufen sich sicher sofort. Und die Buchhändler machens ja auch so. – Hier aber kommt noch dazu, dass Noten teurer sind, das Interesse des Käufers, ein haltbares Exemplar zu besitzen, also größer !!
Viele herzliche Grüße Ihr Arnold Schönberg
[…]
Aus Amsterdam schrieb man mir, dass sie die Chorstimmen schon anfangs August benötigen !!!!
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