| 2/1.1912
Lieber Herr Direktor Her[t]zka,
am 31. December (1911) lief jene in unseren Verträgen vorgesehene Frist ab, bis zu welcher eine Reihe meiner Werke von Ihnen zur Drucklegung bestimmt werden sollte. Da Sie diesen Termin stillschweigend vorübergehen liessen, bin ich mir höchst unklar darüber, ob dem die Absicht zugrunde lag mich für die betreffenden Werke frei zu geben, oder ob Sie den Termin bloss übersehen haben. Ich bitte Sie deshalb mir umgehend mitzuteilen, wie das ist und mir Vorschläge zu machen. Denn ich bin selbstverständlich mit grösster Hitze[?] darauf aus, meine Werke bei der Universal-Edition gedruckt zu haben und deshalb zu den weitgehendsten Zugeständnissen zu haben.
Mit vielen herzlichen Grüssen Ihr Arnold Schönberg
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