Letters Details
| Date from letter: | [1933.07.19] Filing Element: 1933.07.19 ID: 2307 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B023073 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | ich verstehe nicht, dass Sie mich hier in der grö | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postmark date and place: | 1933.07.19 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | AS sent two copies, one "par Avion." The airmail copy arrived at UE on 1933.07.20; the "Copie" arrived at UE: 1933.07.21. Letter from UE (1933.07.20) acknowledges receipt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Schoenberg Hotel Régina 2 Place des Pyramides Paris PT UE Wien I. Karlsplatz 6 ich verstehe nicht, dass sie mich hier in der grössten Verlegenheit sitzen lassen! Ich muss Ihnen sagen, dass dieses Vorgehen mein Vertrauch in einem Mass erschüttert, welches ich vorläufig nicht ausdrücken mag. Sie werden inzwischen erfahren haben, dass ich durch einen hiesigen Freund bei dem Bankhaus Friedenstein, Börsengasse 12 habe anfragen lassen und dass dieses im höchsten Grad erstaunt war, dass Sie mir diesen kleinem Betrag nicht schicken zu können vorgeben; es hat vorsprochen bei Ihnen anzurufen und Sie werden daraus sehen, dass man doch nicht ganz so wehrlos ist, als Sie glauben; aber dass ich immerhin jetzt weiss, welcher Art Ihre Freundschaft für mich est, wessen ich mich von Ihnen zu versehen habe. Schon aus Achtung für mic[h] hätten Sie mich nicht in einer Notlage lassen dürfen. Und ich muss Ihnen sagen: was immer man gegen Her[t]zka sagen mochte, so hat er einen nie in Not gelassen! Das sollten Sie am allermeisten berücksichtigen! Es hat noch keinem Segen gebracht, der sich schlecht gegen mich benommen hat; Segen nicht, das können Sie mir glauben! Ich bin wirklich aufs tiefste enttäuscht, denn ich habe geglaubt, bei Ihnen Verständnis für meine Person und Mitgefühl für das Unrecht zu finden, das mir durch Her[t]zka geschehen war. Ich rechne nun damit, dass ich in längstens 36 Stunden auf telegrafischem Weg das Geld erhalte: denn ich bin schon zwei Hotelrechnungen hier schuldig. Augenblichklich kann ich Sie nich herzlich, sondern nur hochachtungsvoll grüssen. Geben Sie sich Mühe, die andere Art wieder zu verdienen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||