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Letters Details


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Date from letter: 1932.03.23 Filing Element: 1932.03.23
ID: 2236
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B022364
From
Name: Schönberg, Arnold
To
Name: Jacoby, Gerhard
Title: Herr Dr., [Rechtsanwalt]
Address: Wilhelmstraße 52, Berlin W8, Deutschland
City: Berlin
Country: Deutschland
First Line: ich bitte Sie meine Vertretung in der Angelegenhei
Language: G, German
Transcribed
VersionFormatfolSourceLocation in source
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Final versionphotocopy (1p.)1p.ASCL3J1
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Final versionprinted (1p.)1p.GA Reihe B/Band 16,3p. 282 (partial)

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carbon copyhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM029938
Version: Final version
Text: 23.III.1932

Herrn Dr. Gerhard Jacoby
Berlin W
Wilhelmstrasse 52

Sehr geehrter Herr Doktor,
ich bitte Sie meine Vertretung in der Angelegenheit, welche Sie aus beiliegenden Briefen erkennen werden, zu übernehmen.
Es handelt sich um die widerrechtliche Verfüngung[!] über das Recht, die amerikanische Erstaufführung meiner Gurrelieder zu dirigieren, womit für mich sehr bedeutende Dirigentenhonorare in Verbindung gewesen wären. Und zwar sollte ich 1921 einen Vertrag unterzeichnen, der mir einen Ueberschuss von ungefähr 15000 Dollars garantiert hätte, was an Kleinigkeiten und an der eben ausbrechenden ersten amerikanischen Krise damals scheiterte.
Zur Vorgeschichte der gegenwärtigen Korrespondenz welche ich Ihnen in Abschriften beilege, bemerke ich, dass Her[t]zka mich etwa seit September vorigen Jahres auf vielfache indirekte Weisen aufmerksam zu machen bestrebt war, dass er die aufführung vergeben habe. Direkt hat er mich niemals davon verständigt. Zuletzt liess er mir durch einen seiner Angestellten einen Privatbrief schreiben, aus welchem ich direkt von der Aufführung erfuhr: er wusste also genau, welchen Raub er an mir beging!! Ich wusste nicht, wie ich mich dazu stellen sollte und das ist der Grund, warum ich solange, es anging, geschwiegen hatte. Auch aber ist es wahr, dass ich es nicht ernsthaft glauben konnte, dass er mich dermassen beraubt: denn er hat natürlicherweise mein Recht an Stockowski verkauft.
Da die Universal Edition meinen Brief vom 27.II. bisher nicht beantwortet hat, scheint es mir das beste, sie noch einmal um Antwort zu ersuchen. Zu diesem Zweck lege ich Ihnen einen unterschreibenen Brief an die UE bei. Sind Sie der Meinung, dass er gut ist, so bitte ich ihn abzuschicken (eingeschr.). Wenn Sie aber finden, dass ein anderer Brief richtiger wäre und insbesondere: dass es besser ist, wenn Sie selbst schon jetzt an ihn schreiben, so bitte ich Sie nach Ihrem ermessen vorzugehen.
Bitte sagen Sie mir auch Ihre Meinung über meine Aussichten in dieser Angelegenheit.
Mit vorzüglicher Hochachtung bin ich Ihr ergebener
 
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