Arnold Schönberg Center - Brief Datenbank

Letters Details


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Date from letter: 1927.02.05 Filing Element: 1927.02.05
ID: 20417
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B204173
From
Name: Hinrichsen, Henri
Company: C.F. Peters
Address: Talstraße 10, Leipzig, Deutschland
City: Leipzig
Country: Deutschland
To
Name: Schönberg, Arnold
Title: Herr
Address: Pension Bavaria, Steinplatz 2, Berlin-Charlottenburg 2, Deutschland
City: Berlin
Country: Deutschland
First Line: Über Ihre freundlichen Zeilen vom 2. ds. habe ich
Language: G, German
VersionFormatfolSourceLocation in source
Final versioncarbon copyStaatsarchiv Leipzig21070 C. F. Peters, Leipzig, Nr. 2052
Final versiontyped letter (2p.)2p.ASCSatCollS4 Corr. "Peters"
Final versionprinted (1p.)1p.GA Reihe B/Band 21p. XVIII (partial)
Final versionprinted (2p.)2p.KlemmE-1p. 48-49, #70

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Link to sourceCommentURN / Zitierlink
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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM199958
Version: Final version
Text:

5.II.1927

Herrn
Arnold Schönberg
Charlottenburg 2

Sehr geehrter Herr Schönberg!
Über Ihre freundlichen Zeilen vom 2. ds. habe ich mich natürlich sehr gefreut, da es schon lange mein Wunsch war, mal wieder eine Komposition von Ihnen, dem Vater der Moderne zu veröffentlichen.
Sie werden aber gewiß begreifen, daß ich, ehe ich ja sage, zunächst noch einige Fragen an Sie stelle, umso mehr, als Sie ja selbst noch nicht sicher sind, ob die Universal-Edition Sie überhaupt für einige Werke freigibt.--Es würde mich interessieren, zu erfahren, ob das Streichquartett und die Variationen jüngsten Datums sind oder wann Sie dieselben komponiert haben und ob diese Werke im Stile Ihrer "Verklärten Nacht" oder mehr in der Art der 5 Orchesterstücke oder ganz atonal sind.
Für das Streichquartett wäre ich evtl. bereit, ein Honorar von 3000.-- Mark auszusetzen, während die Chance, mit einem 10 Minuten dauernden Variationenwerk für Orchester überhaupt mal auf die Kosten zu kommen, gering ist. Die Orchester zahlen seit einiger Zeit ganz miserabel; die Mitglieder der Kapellen, Solisten, Aufführungsgebühren und sonstige Spesen verschlingen so außerordentlich viel, daß die Vereine für Material so gut wie nichts anglegen wollen. Immerhin wäre ich evtl. bereit, mich zu folgendem Modus zu verstehen: bei Ablieferung des Manuskriptes 2000.-- Mark zu zahlen und nach den ersten 25 Aufführungen nochmals 2000.-- Mark.--
Auch mich würde es sehr freuen, wenn diese pouparlers zu einem positiven Resultat führen sollten und sehe ich jedenfalls Ihrer baldigen Rückäußerung gern entgegen.
Mit vielen herzlichen Grüßen
Ihr ergebener

 
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