Letters Details
| Date from letter: | 1929.08.12 Filing Element: 1929.08.12 ID: 1579 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B015794 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | wegen angestrengtester Arbeit bin inch bis heute | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Received by UE: 1929.08.14; answered by UE: 1929.08.15 & 26 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | 12.VIII.1929 An die Universal Edition Wien Herrn Direktor Emil Herzka[!] Lieber Herr Direktor, wegen angestrengsteser Arbeit bin ich bis heute nicht dazu gelangt, Ihren Brief vom 15. Juli zu beantworten. Ich benütze die erste frei Stunde heizu. Der von Ihnen und Herrn Stein unterzeichnete Brief der Orchesterabteilung erbringt den Beweis, dass eine noch so angestrengte Propagandatätigkeit für meine Werke erfolglos bleiben muss, weil die UE, die Markt seit Jahren mit leihter Ware überschwemmt, eben mit diesen Werken, welche leicht aufzuführen sind, meinen Werken eine Konkurrenz macht, gegen die sie nicht aufkommen können. Wenn nun die UE von den Erträgnissen meiner Werke unbefriedigt ist, so bin ich es selbstverständlich noch viel mehr, kann aber die Tatsache nicht unerwähnt lassen, dass nicht alle Autoren der UE grössere Erträgnisse einbringen und andererseits die UE wohl die Erfahrung gemacht hat, dass alle meine Werke schliesslich in Gang kommen, ein Risiko sich also lohnt. Wenn nun aber die UE, wie sie selbst es mir vielemale gesagt haben, nicht in der Lage ist, mir für meine Werke ein der Herstellungsmühe und dem Einsatz an Lebenskraft eintsprechendes Ertägnis[!] zu sichern oder ein dem entsprechendes Honorar zu zahlen, wenn, wie Sie selbst sagen nur entmäcen mich annähernd so stellen kann, wie es mir gebührt (oder wie ich mir erlauben möchte zu bemerken: ein Verleger der sich nicht auf zu vielen Seiten beginden hat, warum, frage ich, warum, will mich dann die UE zwingen, ihr meine Werke (von deren Unrentabilität sie überzeugt ist, zum Verlag zu übergeben? Und warum darüber hinaus wendet sie sogar durchaus unhaltbare Repressalien an, wenn ich mich nicht bereit finde, ihr ein Werk zum Fünftel des Betrages der mir anderwitig angeboten war, zu überlassen. Könnte ich selbst an den guten Willen der UE in anderer Hinsicht bis zu einem gewissen Grad glauben, so beweist dieses Verhalten mir: bösen Willen und Sie werden schwer aufklälen[!] können, zu welchem Zweck Sie mir meine unrentablen Werke abzwingen wollen. Ich bin augenblicklich zu müde, um mich mit dem Streit um die Sperre meines Kontos zu befassen und brauche auhgenblicklich[!] Geld nur zu durchaus aufschibbaren Anschaffungen für meine Wohnung. Aber, obwohl ich hoffe, dass sich die UE bis dahin eines besseren besinnen wird; und obwohl ich versichern kann, dass dieser Versuch, mich in die Knie zu zwingen, fehlschlagen wird, so kann ich Ihnen doch schon jetzt sagen, dass ich im Herbst unbedingt eine Regelung dieser Frage anstreben werde, über deren Ausgang kein Zweifel dankbar ist. Es täte mir leid, und ich bin gewiss bis zum Aussesten entgegengekommen: aber wenns sein muss, soll an mir nicht fehlen! Ich werde in den jächsten[!] Tagen verreisen mich endlich [e]in bischen zu erholen. Heute empfehle ich mich mit besetn[!] Grüssen, ergebenst | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||