Letters Details
| Date from letter: | 1928.10.12 Filing Element: 1928.10.12 ID: 1509 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B015090 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | ich bin sehr fleissig gewesen: die Bach Partitur | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Received by UE: 1928.10.15; answered by UE: 1928.10.22 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Arnold Schönberg Roquebrune Cap Martin Pavillon Sévigné Frankreich 12.X.1928 An die Universal Edition Wien Herrn Direktor Emil Herzka[!] Lieber Herr Direktor, ich bin sehr fleissig gewesen: die Bach Partitutr geht heute an Sie ab! Es ist ein ziemlich grosses Stück. Ich möchte allerdings gerne selbst einige Engagements dafür bekommen; aber ich will nicht im Weg stehen: wenn einer meiner wirklichen Freunde (die es aber nicht giebt) die Uraufführung haben will, so kann man darüber reden: aber z.B. Kleiber, Klemperer und Walter und alle die anderen Affen der Sachlichkeit, die nur ihnen, aber nicht mir eine "neue" ist, zähle ich nicht zu meinen Freunden. Bitte vielmals also: vergeben Sie es nicht dem ersten Ueberläufer: wenn Sie allerdings andere heute finden können! Ich möchte nun gerne auch gleich über den Vorschuss von tausend Mark verfügen und finde sdam[!] einfachsten, wenn die UE so freundlich sein wollte, die beiliegende Rechnung des Zahnarztes Dr. Franz C. Krasa, Wien I., Ebendorferstrasse 10 im Betrage von Sch. 338, 64 Gr. auf dem kürzesten Wege zu begleichen (um eine Schlamperei von mir gut zu machen) und den rest auf mein Konto Nr. 121.518 beim Postscheckamt BERLIN zu üebrweisen[!], da ich dann gleichzeitig von hier darüber disponiere. Bitte freundlichst, mir den Empfang der Partitur, von welcher es keine Copie giebt, telegrafisch anzuzeigen! Ich bleib nun nicht mehr lange hier. Ich arbeite noch etwas und bin anfangs recht gut weiter gekommen, stecke aber jetzt scheinbar hoffnungslos. Was aber nichts zu beagen hat, da ich ganz im An[...] Ich danke Ihnen noch sehr für Ihre letztes Telegramm und für die telegrafische Empfangsbestättigung über die letzte Partitur! Dagegen erwarte ich schon seit eineigen[!] Tagen die Partitur zurück. Sie ist doch hoffentlich schon photographiert und an Furtwängler geschickt! Die restlichen Vorbemerkungen sende ich demnächst. Für diese Partitur mus[s] ich eventuell neue schreiben. Ich möchte, dass auch hier keine transponierenden Instrumente mehr vorkommen; das wäre also dementsprechend durch den Stecher zu besorgen. Ob es aber nicht vielleicht das Bewäre (korrekturensparend) wenn ein sehr gewissenhafter Musiker in die betreffenden Instrumental Zeilen durch 8... und 8!... Ziechen dem Stecher das Irren unmöglich machen würde!?! Vielleicht äussert sich Herr Stein dazu und veranlasst es selbst! Ich muss schliessen: viele herzliche Grüsse, wobei ich annehme, dass Sie diesmal wirklich in wien sind: Ihr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||