Letters Details
| Date from letter: | 1927.07.27 Filing Element: 1927.07.27 ID: 1348 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| URN: | https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B013481 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| First Line: | Ihre "Vorschläge" kann ich nicht ernst nehmen, m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Description: | Received by UE: 1927.07.28 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Language: | G, German | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Transcribed | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Version: | Final version | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Text: | Arnold Schönberg Pörtschach a/See Hotel Werzer Kärnten 27.VII.1927 PT UE Ihre "Vorschläge" kann ich nicht ernst nehmen, muss aber doch meine gute Zeit leider verwenden, Ihnen zu sagen was Sie ja ohnedies wissen warum. Sie bieten mir 100 M. monatlich (170 Sch.) das ist jährlich ca. 2,000 Sch. Und dafür soll ich Ihnen das Recht geben, den Vorschuss auf neue Werke aus den Erträgnisse auch nur annähernd das erreichen würden, was minimal der Fall sein müsste, nämlich 6,000 M. (10,000 Sch.) jährlich (während es in dem Jahr über welches ich mich beschwert habe immer hin schon 6,000 Sch. waren, wobei ja eine Anzahl bereits bezahlter und verrechnetr[!] Posten, wie ich beweisen kann ausgelassen wurden) so würden Sie mir auf neue Werke auszahlen 6,000 Mark und auf alte Werke abziehen 6,000 Mark, ich bekäme also Null und hätte die Verpflichtung Ihnen neue Werke zu leufern! Da mein Konto im schlechten vorigen Jahr 6,000 Sch. (alte W.) trug bedeutet die auszahlung von 2,000 Schilling einen Abzug von 4,000 Sch. Es ist wahrhaft lächerlich! Zum Glück hat sich meine Situation so geändert, dass ich nicht genötigt bin, mir Ihr "Voeschläge"[!] aufzwingen zu lassen. Diesmal werden Sie endlich einmal den Kürzeren ziehen. Denn wenn Sie es durch Ihre Taktik dahin bringen sollten, dass ich den Vertrag neue Werke als ungiltig bezeichnen muss, werden Sie es sehr bedauern müssen! Ich habe Ihnen folgende Erklärung abzugeben: I. Ein Abzug auf das Konto Alte W. von den Erträgnissen, kann nach unseren mündlichen Besprechungen und den Zusagen des Dir. Herzka[!] ohne meine Zustimmung nicht erfolgen. Ich werde jeden solchen Abzug, solange keine Einigung erzielt wurde als Vertragsverletzung ansehen. II. Sie sind nicht berechtigt die Auszahlung auf Konto Neue Werke zu unterbrechen: ich habe den letzetn[!] Vorschuss von 1,000 M. den Sie mir nach Berlin gesandt haben, ausdrücklci[!] auf Konto alte Werke bekommen, wie Sie aus dem telegrammwchsel gewiss entnommen haben. Solletn[!] Sie die Auszahlung der Augustrate verweigern, so müsste ich den Vertrag sofort als gelöst ansehen und würde dann allerdings die Lösung in nicht mehr wieder gut zumachender Form vollziehen. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch nahelegen, die letzetn[!] Abrechnungen einer kleinen Revision zu unterziehen. Ich habe, sagen wir: das "Gefühl", dass sich einige Irrtümer untergeordneter Angestellter (zu meinen Ungunsten) darin befinden, während sich manches andere nicht darin befindet! Hochachtungsvoll [handwritten: ilg. note] Schönberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||