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Date from letter: 1927.04.25 Filing Element: 1927.04.25
ID: 1308
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B013083
From
Name: Schönberg, Arnold
Address: Pension Bavaria, Steinplatz 2, Berlin-Charlottenburg 2, Deutschland
City: Berlin
Country: Deutschland
To
Company: Universal-Edition A.G.
First Line: aus den letzten Briefen glaube ich den Stil des He
Description: Received by UE: 1927.04.26; answered by UE: 1927.04.28
Language: G, German
Transcribed
VersionFormatfolSourceLocation in source
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Link to sourceCommentURN / Zitierlink
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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM002355
Version: Final version
Text: Arnold Schönberg
Charlottenburg 2
Steinplatz 2
Pension Bavaria

25.IV.1927

PT UE

aus den letzten Briefen glaube ich den Stil des Herrn Direktor Herzka[!] zu erkennen. Auch von ihm würde ich die Grobhet des Briefes vom 23. Absatz 2: "Ihre Bemerkung... dürfen wir wohl übergehen" nicht unwidersprochen hinnehmen, obwohl wir ja immerhin alte Freunde sind. Den Unterzeichneten müsste ich sie unbedingt sehr übelnehmen und darum wäre es mir erwünscht wenn derjenige, den man am Stil erkennt, auch an der Unterschrift kenntlich wäre. Sollte Sich mich aber irren und sollte Herr Direktor Herzka[!] noch krank sein, so bitte ich Ihn herzlichst von mir zu grüssen und gefälligst zur Kenntnis zu nehmen, dass man eine von mir höchstens mit Stillschweigen übergehen dürfte. Welches nämlich sehr beredt wäre--zu meinen Gunsten!
Zur Sache möchte ich erwähnen, dass meine Bemerkung keineswegs irrtümlich ist, sondern auf der Tatsache beruht, dass ich Herrn Direktor Herzka[!] unzähligemale bat, meine Autorenbanden--Angelegnheit[!] zu Ordnen, dass ich mir das sogar bei Abschluss unseres letzten Vertrages ausbedungen habe: mehr aber noch, dass ich Juli vorigen Jahres über Zureden des Herrn Direktors auf die augenblickliche Regelung meines Verhältnisses verzichtete, da er mir eine zufriedenstellende Lösung für den Herbst zuverlässig vorsprach. So sieht nun die Zuverlässigkeit und so die Lösung aus: dass ich nämlich heuer wieder keine Tantiemen erhalten soll--wenn ich mich nicht zur Wehre setze!
Aber vielleicht hat derjenige der den Brief vom 22. D/Ma. verfasst hat, Recht; vielleicht ist es wirklich besser diese Sache bis zu meiner Rücker[!] (Anfangs Juni) zu verschieben. Man würde sich gewiss unnötig ärgern. Und da ich augenblicklich sehr angestrengt an einem grösseren Werke arbeite, darf ich mich bei Ihrem besten Willen nicht ärgern.
Ich bin also, ohne meinem Standpunkt zu präjudizieren, bereit, in Juni diese Fragen mündlich zu besprechen.
Da jedoch durch Ihren Antrag, durch meine Antwort hierauf, durch Ihre Zurückziehung und meinen Protest heigegensoviel Zeit verflossen ist, die ich gerne zur Wettmachung meiner alljährlichen Abrechnungsentäuschung (das einzige was ich von der UE derzeit mit Sicherheit erwarten darf) benützt hätte, wozu mir in Aussicht stehende sehr nette Angebote leicht verholfen hätten, so möchte ich von Ihnen eine Vorschuss auf meine Erträgnisse, als auf Konto "alte Werke" von tausend Mark haben. Sie nannten Ihren vorigen Brief eine Friedenstaube. Wir halten noch nicht dabei sondern erst bei den Präliminarien: ich will gerne mit der schliesslichen Friedenspfeife rechnen, obwohl mir meine Aerzte verbieten, so schlechtes zu rauchen. Dann will ich aber vorher eine kleine Leistung meines Kontos alte Werke sehen, welche ja auch nicht ohne sind: ohne Leistungen und ohne Erträgnisse nicht, gewiss wenigstens in diesem Jahre!
Bitte Herrn Direktor Herzka[!] aif[!] alle Fälle meine herzlichsten Grüsse, Hochachtungsvoll
 
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