| 3. VI. 03
Lieber Herr Schönberg. Eben kehre ich von einer grösseren Radtour zurück und finde Ihren Brief vor. Mein Brief sollte keine ausgemachte Absage sein. Er schien mir nur notwendig nachdem Ihre öfter in Gesprächen geäusserte Auffassung, der geplante Vertrag sei für Sie überwiegend ungünstig, für uns überwiegend günstig einen so drastischen scherz-ernsthaften Ausdruck gefunden hatte, ganz besonders vorsehend und vorsichtig zu sein. Ich werde ja nun bald wieder in Berlin sein; einstweilen will ich Sie nur darauf vorbereiten, dass Herr Peters sich zu einer Zahlung von 1000 Mk voraussichtlich nicht verstehen wird.
Es thut mir leid, dass Sie so lange zappeln müssen – verdammt – es ist unser aller Los.
Setzen Sie mal einen genauen Vertrag auf, damit wir nachher umso schneller vorwärts kommen, einen Vertrag, der Sie jedes Gefühles entäussert, dass sie später einmal schlechter gestellt sein können als sie verdienen.
Beste Grüsse
Ihres
M. M.
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