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Date from letter: 1926.03.13 Filing Element: 1926.03.13
ID: 1197
URN: https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B011970
From
Name: Schönberg, Arnold
Address: Pension Bavaria, Steinplatz 2, Berlin-Charlottenburg 2, Deutschland
City: Berlin
Country: Deutschland
To
Name: Kalmus, Alfred
Title: Herr Doktor
Company: Universal-Edition A.G.
First Line: diese "Anfrage" der Stecherei, nachdem sie mit d
Description: Answered by UE: 1926.03.17
Language: G, German
Transcribed
VersionFormatfolSourceLocation in source
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Final versionprinted (1p.)1p.GA Reihe B/Band 18,2p. XXIII

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typed letterhttps://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-BM001757
Version: Final version
Text:

Arnold Schönberg
Charlottenburg 2
Steinplatz 2
Pension Bavaria

13.III.1926

PT: UE

Lieber Herr Doktor Kalmus,
diese "Anfrage" der Stecherei, nach dem sie mit dem Stich begonnen hat, finde ich sehr komisch! Es wäre doch eben früher zu entscheiden gewesen! Wenn nicht mit diesem Stechzeug zwei Systeme auf die Seite giengen, könnte man nur folgendes tun.
I. Eventuell die Chornoten einen Grad kleiner nehmen. Das aber nur dann, wenn sie für den Dirigenten dann noch gross genug s[!] sind!
II. Notfalls könnt man höchstens noch die beiden Streichinstrumente auch kleiner (aber in derselben Grösse wie die Chorstimmen) machen. (Die Chorstimmen brauchen nicht mehr aufzufallen, als alles andere; denn da der Dirigent mit den Chören am meisten probieren muss, kennt er die Partitur in dieser Hinsicht ohnedies am besten).
III. Müsste man sich aber entschliessen, die Begleitungsstimmen kleiner zu stechen (was ich sehr ungünstig fände) so gienge das nur, wenn extra eine Stimme für den Klavierspieler herausgegeben würde. In dieser müsste die Klavierstimme dann so gross gestochen sein, wie in Klavierquintetten, und die Chor- und Streicherstimmen entsprechend kleiner. Also selbstverständlich eine Partitur! Für die Herausgabe einer solchen Stimme bin ich ja sehr, weil die Aufführenden dann nicht zwei ganze Exemplare des ganzen Opus kaufen müssten. Aber ebensosehr bin ich eigentlich gegen zweierlei Schriften in einer Dirigierpartitur. Vielleicht hätte man ein etwas grösseres Format von vornherein wählen sollen. Der Stich könnte als Dirigierpartitur kaum kleiner genommen werden. Als Spielstimme (daran scheint die Stecherei gar nicht gedacht zu haben) ist sie ohnedies schon fast zu klein.
Zwei Systeme sollten beim letzten Stück umbedingt auf der Seite stehen.
ACTHTUNG: bitte auf jeder Seite alle Systeme zu bringen auch wenn die betreffenden Stimmen Pausen haben. Bei einer so kleinen Partitur gewöhnt man sich nicht so leicht an differierende Notenbilder.
Ich bin mit Ihrem Vorschlag, auf Quartformat zu drucken sehr einverstanden. Es sieht viel besser aus.
Bitte machen Sie mir auch gleich Vorschläge für die Herstellung des Stimmenmaterials.
Ich lege die Probeseite gleich hier bei, damit der Brief noch heute fort geht. Bitte beschleunigen Sie den Stich aufs äusserste. Es ist nicht unmöglich, dass ich noch heuer eine Aufführung davon mache. Mit besten Grüsse und schönstem Dank, Ihr

 
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