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Ekloge

Entstehungszeitraum: 1895-1897
Uraufführung: im Freundes- und Familienkreis
Weitere Quellen:

Niederschrift der fragmentarischen 1. Fassung

Reinschrift der 2. Fassung

Reinschrift der 3. Fassung

Beschreibung:

Besonders intensiv hat sich Schönberg mit der Komposition von Ekloge Duftreich ist die Erde und die Luft krystallen beschäftigt; überliefert sind drei Fassungen, von denen die erste allerdings unabgeschlossen blieb. Den zeitlichen Rahmen für die Entstehung geben das Erscheinungsdatum der Textquelle einerseits und die Quellengemeinschaft mit Waldesnacht Waldesnacht, du wunderkühle. Die erste deutsche Übersetzung der Gedichte von Jaroslav Vrchlický erschien im Jahr 1894, der terminus post quem sowohl für die 1. Fassung von Ekloge ist als auch für die andere, fragmentarische Vrchlický-Vertonung Glaub mir, des Falters Flügelpracht (dessen Quelle im übrigen die Papiersorte mit der der 2. Fassung von Ekloge teilt) ; die 3. Fassung von Ekloge weist in Sammelhandschrift XXIX Quellengemeinschaft mit Waldesnacht auf, das ebenso wie die anderen Heyse-Vertonungen aus dem Jahr 1897 stammen dürfte. (Schmidt, Christian Martin: GA, Reihe B, Bd. 1/2, Teil 1, S. 45)

1. Fassung nach 1894, 3. Fassung 1897
Überliefert sind die Niederschrift der fragmentarischen 1. Fassung (A) sowie die Reinschriften der 2. (B) und 3. Fassung (C). (Schmidt, Christian Martin: GA, Reihe B, Bd. 1/2, Teil 1, S. 286)

Besetzung: Gesangsstimme, Klavier
Gattung: Lieder --> mit Klavierbegleitung
Text:

Text nach GA:

Duftreich ist die Erde und die Luft krystallen,
und das Moos erzittert unter deinem Fuß,
aus dem Schilfrohr hör' ich's wie von Pfeifen schallen,
und vom Hagedorn fällt heller Blütengruß.

Und das Aug' von Freude naß,
fragst du: Ja, was soll all das?
„Was?" ruft der Vogel und die Blume spricht:
„Anders kommen doch des Lenzens Wunder nicht!"

Hell dein Blick, dein Atem süß vom Duft der Erlen,
und es bebt dein Busen, wie ich dich umfang';
wie aus hartem Felsen springen Quellenperlen,
bricht aus meinem Herzen glühend der Lieder Drang.

Und das Aug' von Freude naß,
fragst du: Ja, was soll all das?
„Was?" ruft der Vogel und die Blume spricht:
„Anders kommen doch des Lenzens Wunder nicht!"

Text nach Vorlage:

Ekloge.
Duftreich ist die Erde und die Luft krystallen,
Und das Moos erzittert unter deinem Fuß,
Aus dem Schilfrohr hör' ich's wie von Pfeifen schallen
Und vom Hagedorn fällt heller Blütengruß.
Und, das Aug', von Freude naß,
Fragst du: Ja, was soll all das?
„Was?"
Ruft der Vogel und die Blume spricht:
„Anders kommen doch des Lenzes holde Wunder nicht!"

Hell dein Blick, dein Atem süß vom Duft der Erlen,
Und es bebt dein Busen, wie ich dich umfang';
Wie aus hartem Felsen springen Quellenperlen,
Bricht aus meinem Herzen glühender Lieder Drang.
Und das Aug' von Freude naß,
Fragst du: Ja, was soll all das?
„Was?"
Ruft der Vogel und die Blume spricht:
„Anders kommen doch der Liebe holde Wunder nicht!"

(Jaroslav Vrchlický: Gedichte. Ausgewählt u. übersetzt v. Friedrich Adler. Leipzig: Verlag von Philipp Reclam jun. 2o. J. [1924], S. 105)

beteiligte Personen: Jaroslav Vrchlick√Ĺ (1853-1912) - Textautor(in)

Erstdruck: John A. Kimmey: The Arnold Schoenberg - Hans Nachod Collection. Detroit 1979, S. 204-206 [Faksimile Quelle A]; GA, Reihe A, Bd. 2, S. 67-72 (2. Fassung); GA, Reihe A, Bd. 2, S. 73-78 (3. Fassung)
Gesamtausgabe: Reihe A, Bd. 2, S. 67-72 (2. Fassung); Reihe A, Bd. 2, S. 73-78 (3. Fassung); Reihe B, Bd. 1/2, Teil 1, S. 286-291; Fragm. Fassung: Reihe B, Bd. 1/2, Teil 2, S. 103-106

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