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Fünfzehn Gedichte aus „Das Buch der hängenden Gärten“ von Stefan George
8. Wenn ich heut nicht deinen Leib berühre

Quelle: 1. Reinschrift

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Quellentyp: Reinschrift
Seiten: 2

Beschreibung: Die Reinschrift steht auf S. 16 (Archivnummer 407) und 17 der Sammelhandschrift XXI. Der ursprüngliche Text der 1. Reinschrift ist hinsichtlich des Vortrags sehr viel spärlicher bezeichnet als die endgültige Fassung; nur wenige der zusätzlichen Eintragungen stellen Ergänzungen im Sinne der Endfassung dar.

Konvolut aus einem braunen Pappumschlag, der heute lose beiliegt, und 11 durch weißen und schwarzen Faden sowie weiße und braune Klebstreifen zusammengehaltene Einheiten Notenpapier zweier Sorten (8 Bögen: A, B, E, F, H, I, J, K; 3 Blätter: C, D, G).
Umschlag
Hoch 345 x 285 mm.
Erste Umschlagseite (398) mit schwarzer Tinte von Schönbergs Hand Titel: Stefan George | Das Buch der hängenden Gärten | (Liedercyklus) | componiert | (für eine Singstimme und Clavier) | von | Arnold Schönberg.
Zweite Umschlagseite (399) lila Adressenstempel: Arnold Schönberg, Berlin-Zehlendorf-Wannseebahn | Machnower Chaussee, Villa Lepcke.
Dritte und vierte Umschlagseite sind leer.
Noteneinheiten
Die Bögen A, B, E, F, H und I sowie die Blätter C, D, G gehören der Sorte J. E. 12b10 an; Firmenzeichen bei den Bögen durchweg auf der ersten und dritten Seite, bei Blatt C und G recto, bei Blatt D verso oben rechts auf dem Kopf.
Die Bögen J und K gehören der Sorte J. E. 12a3 an; Firmenzeichen jeweils auf der zweiten und vierten Seite oben rechts auf dem Kopf.
Das Konvolut verbindet die Einheiten in fünfstufiger Lagerung (vgl. die Tabelle). Die Bögen A und B umgreifen das Ganze als erste und zweite Stufe; auf der dritten Stufe stehen die Blätter C, D, G für sich, die Bögen E bzw. H umgreifen den Bogen F bzw. die nebeneinanderliegenden Bögen I und J der vierten Stufe; der Bogen K schließlich liegt als fünfte Stufe in J.
An- und Überklebungen mit Stücken Notenpapier gleicher Sorte: S. 1: hoch 50 x 24 mm, 2 Systeme, überdeckt - rechts darüber hinausragend - das letzte Zwanzigstel der Systeme 8-9 (d. h. 1 T. 12 Klav. 4/4); quer ca 89x241 mm, 3 Systeme, überdeckt die Systeme 10-12 (d. h. I T. 13 -14). S. 6: quer 94 x 235 mm, 3 Systeme, am Fuß der Seite durch Klebstreifen verschiedener Art angeklebt (enthält recto I11 T. 24-26). S. 15: hoch 324 x ca 251 mm, 12 Systeme, überdeckt sämtliche Systeme, die unbeschrieben waren (enthält recto VII T. 13-19).
Mit schwarzer Tinte beschriftet, zahlreiche zusätzliche Eintragungen mit Bleistift, blauem, rotem und grünem Farbstift; Rasuren. Viele der zusätzlichen Eintragungen stammen von fremder Hand und belegen, daß das Konvolut zu Aufführungszwecken benutzt wurde. S. 15 oben links mit Blaustift und gründlich radiert: Siehe VII. Am Fuß der S. 16 mit Rotstift geschriebene Notiz gestrichen: Fortsetzung: das vorhergehende Blatt. Die Notierung von VII T. 1-12 auf S. 18 ist mit Blaustift gestrichen; ebenso die gestrichene Notiz am Fuß der Seite: Fortsetzung: das vorhergehende Blatt. S. [38] lila Adressenstempel wie auf zweiter Umschlagseite überdeckt die folgende mit Rotstift geschriebene und radierte Adressenangabe: Arnold Schönberg IX. Liechtensteinstraße 68/70.
Die Lieder sind durch römische Zahlen mit Blaustift numeriert; eine ursprüngliche Liednumerierung durch arabische Zahlen (vgl. die Tabelle), die in den oberen Außenecken der jeweiligen Seiten mit Bleistift notiert war, ist radiert und von der roten Paginierung überschrieben, so daß nur noch wenige Zahlen zu erkennen sind.
Paginierung am Kopf der Seiten mit Rotstift, am Fuß der Seiten mit Bleistift (in der Tabelle bedeutet KE Korrekturergebnis). Die Paginierung läßt vier Stränge erkennen. Unproblematisch sind die beiden endgültigen mit Rot- und Bleistift, die der Seitenanordnung des Konvoluts im vorliegenden Zustand genau entsprechen; die rote Numerierung der S. [37] blieb aus dem zuvor korrigierten Strang erhalten. Unschwer zu erklären ist auch der korrigierte rote Strang; er läßt nach S. 5 irrtümlich 6 aus und zählt bei den Blättern der Seiten 15/16 bzw. 17/18 nur die Rectoseite. Aufschlußreich dagegen ist der frühere Paginierungsstrang mit Bleistift, der Anhaltspunkte für einen früheren Zustand des Konvoluts insgesamt sowie von einzelnen Konvolutteilen bietet; in diesem Zusammenhang läßt sich auch die Überklebung der S. 15 sowie die Streichung des Textes auf S. 18 erklären.
Die um zwei höhere Numerierung der S. 19 bis 35 belegt zunächst, daß das Konvolut ursprünglich ein Blatt mehr umfaßte; dieses Blatt befand sich entweder vor oder hinter dem Blatt G. In Anbetracht des Inhalts jedoch ist es sehr wahrscheinlich, daß es sich bei diesem Blatt um jenes handelt, das später auf die S. 15 geklebt wurde; es dürfte als zweites Blatt mit G einen Bogen gebildet haben, der im folgenden G* genannt werden soll. Der Bogen G* ist inhaltlich mit dem vorangehenden, E, verbunden: E bietet auf den ersten beiden Seiten das Lied V, auf der vierten den Anfang von VIII; die Fortsetzung von VIII steht auf der ersten Seite von G*, dessen zweite und dritte Seite das Lied VII enthalten. Diese Anordnung entspricht der chronologischen Reihenfolge, in der die Lieder nach Ausweis der Ersten Niederschriften entstanden sind: V am 20. März, VIII am 13. April und VII unmittelbar danach am 28. April 1908. Man kann also davon ausgehen, daß die Bögen schon zur Entstehungszeit beschrieben wurden, mithin ursprünglich eine gesonderte Quelle dargestellt haben, die dann in das Gesamtkonvolut eingefügt wurde (das gilt im übrigen auch für die Blätter C und D, die das am 29. März 1908 komponierte Lied III bzw. das Lied IV vom 15. März 1908 enthalten).
Offenbar fügte Schönberg die beiden Bögen zunächst in der gegebenen Reihenfolge in das Konvolut ein und paginierte sic entsprechend; bei den Seiten 15 bis 18 ist diese Paginierung der endgültigen gleich, die präsumtiven Seitenzahlen 19 bzw. 20 auf dem ehemaligen zweiten Blatt von G*, das jetzt auf S. 15 geklebt ist, sind allerdings durch dichte Streichung bzw. auf der Rückseite der Aufklebung nicht mehr zu erkennen. Bei dieser Anordnung indes stimmt die Reihenfolge der Lieder nicht mit der beabsichtigten und aus der Textvorlage übernommenen überein: VIII steht vor VII. Alle Besonderheiten der S. 15 bis 18 ergeben sich nun aus der Intention, die Lieder in die richtige Reihenfolge zu bringen. In einem ersten Schritt legte Schönberg den Bogen G* bei Verklappung im Falz vor das zweite Blatt von E (Beispiel 1), so daß sich bei Ausklappen von G* um die Außenränder (Beispiel 2) die in Beispiel 3 und 4 gezeigten Zuordnungen der Seiten ergeben. Die neue Paginierung der beschrifteten Notenseiten schloß an 15 an und dürfte auf der ersten Notenseite des Liedes VII, wo der rechte Rand heute in der Bindung dicht überklebt ist, 16 und auf der zweiten Notenseite des Liedes, wo die - vermutlich zweifache - Paginierung dicht gestrichen ist (vgl. oben), 17 gelautet haben. Ihnen folgen 18 und 19 auf den beiden das Lied VIII enthaltenden Seiten. Die Takte 13-22 von VIII stehen bei Ausfaltung von G* links von T. 1-12, bei Einfaltung von G* auf dem vorangehenden Blatt; daher notierte Schönberg am Fuß der Notierung von VIII T. 1-12, also auf S. 16: Fortsetzung: das vorhergehende Blatt. In einem zweiten Schritt trennte Schönberg den Bogen G* auseinander, brachte das Blatt G in die endgültige Position und klebte das andere Blatt auf S. 15, d. h. auf die dritte Seite von E. Diesem Stadium gehört die radierte Notiz: Siehe VII am Kopf von S. 15 sowie die gestrichene am Fuß von S. 18 an: Fortsetzung: das vorhergehende Blatt.
In einem letzten Schritt entschloß sich Schönberg, den Anfang von Lied VII ein zweites Mal zu schreiben, wobei ihm der Umstand zu Hilfe kam, daß die vierte Seite des Bogens F, der ursprünglich nur das Lied VI enthalten hatte, unbeschrieben war. Die Notierung der S. 18 wurde gestrichen.

Quellensiegel: B
Gesamtausgabe: Reihe B, Bd. 1/2, Teil 1, S. 199
Standort: Arnold Schönberg Center
Signatur: MS 15, 407

Digitale Reproduktion:

Format JPG, Druckqualität: 200 dpi
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